DNA-Untersuchungen

Eine Methode moderner Hundezucht ist der Einsatz molekulargenetischer Methoden. Der Vorteil dieser Methoden ist, dass Anlageträger bereits im Welpenalter erkannt werden können.
Wichtig ist, dass diese Anlageträger jedoch nicht, sofern es sich um eine rezessiv vererbte Erkrankung handelt, aus der Zucht genommen werden müssen. Mit homozygot gesunden Tieren verpaart, können keine Merkmalsträger, also kranke Hunde, geboren werden.

Für einige Erkrankungen, die bei Terrierrassen auftreten, gibt es bereits die Möglichkeit einer DNA-Untersuchung. Nachfolgend sind einige Erkrankungen aufgeführt. Die Aufzählung ist allerdings nicht vollständig, da immer neue Erkrankungen hinzukommen, die mittels eines solchen Testes erkannt werden können.

Etabliert ist sie schon seit langem beim Bedlington Terrier, bei dem es so gelungen ist die Kupferspeicherkrankheit erfolgreich zu bekämpfen. Bei den Manchester Terrier wird ebenfalls seit einigen Jahren ein DNA Test zur Erkennung von van Willebrand Disease durchgeführt.
Der Test auf das Blue Dog Syndrom (Fellfarbe-D lokus Farbverdünnung), das bei vielen Rassen vorkommt aber auch beim Australian Terrier führt ebenfalls zu einem Ergebnis, das freie, Anlageträger und homozygot kranke Individuen identifiziert.

Einige DNA Untersuchungen stellen keinen direkten Gentest dar sondern ermöglichen lediglich eine Risikoabschätzung für die Entwicklung dieser speziellen Krankheit bei dem untersuchten Individuum. 

Für den Irish Glen of Imaal Terrier steht ein solcher DNA-Riskotest für crd3 (Cone-Rod-Dystrophie 3 - Zapfen-Stäbchen-Dystrophie 3) zur Verfügung, der von einer Forschergruppe des Institutes für Humangenetik der Ruhr-Universität Bochum entwickelt wurde.

Beim Irish Soft Coated Wheaten Terrier existiert ein DNA-Risikotest, der die Risikoabschätzung für die genetisch bedingte PLN (Protein Loosing Nephropathie) beim Soft-Coated Wheaten Terrier ermöglicht.

Zu den genannten Tests gehört auch der Test auf CMO (craniomandibuläre Osteopathie) beim West Highland White, Scottish und Cairn Terrier.

Damit nicht mehrfach Blut entnommen werden muss, sollte von allen Hunden, bei denen eine DNA Untersuchung durchgeführt werden soll, eine Mindestmenge von 2,5 ml Blut an das Labor Laboklin zu senden ist, damit 2 ml hiervon für die Genotypen Datenbank zur Verfügung stehen. Der Untersuchungsbogen, der für alle möglichen Untersuchungen genutzt werden kann, kann hier herunter geladen werden.
Die für eine Zuchtzulassung erforderliche DNA-Typisierung kann mit diesem Formular ebenfalls beantragt werden.

Die Feststellung des genetischen Profils ist eine weitere Möglichkeit, die die moderne Molekulargenetik bietet. Hierdurch wird es möglich, die Abstammung eines Hundes molekulargenetisch abzusichern.

Untersuchungaufträge im Downloadbereich


aktualisiert am 29.08.2019 K. Bottenberg
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