Klubsiegerausstellung 2014 in Bensheim

Wenn man manche Personen alle Jahre wieder sieht und sich auch über das Jahr hinweg immer einmal wieder trifft, fällt es einem fast gar nicht auf. Man redet miteinander, erzählt hier und da von diesem und jenem -  wir haben ja ziemlich alle die gleichen Interessen und Ziele. Doch wenn man dann, wie ich es in meinen Recherchen für diese Zeilen gemacht habe, die Bilder der einzelnen 10 Schauen betrachtet, gehen einem die Augen und das Herz auf.
Klar, man stellt fest, dass 10 Jahre den einen mehr, den anderen weniger zeichnen. Man sieht die Menschen, die immer wieder zu unserer Schau kommen, zum Ausstellen oder zum Helfen. Es ist tatsächlich wie eine Familie, mit lieber und ab und zu auch nicht so angenehmer  Verwandtschaft, wie im wahren Leben eben. Und dann sieht man die Bilder mit Menschen, die man leider heute nicht mehr sieht. Ich erinnere mich gerne an diese Momente und Menschen, man verharrt jedes Mal einen Moment, denkt etwas tiefer nach, bevor man auf „Weiter“ klickt. Erst, wenn man sich die Bilder dieser 11 Schauen angeschaut hat und etwas darüber nachgedacht hat, ist klar, warum man diese Jubiläen feiert. Kurz Innehalten und erinnern an schöne Momente, große Erfolge und liebenswerte Menschen.
Es hat mich zwar in meinem Bericht zu dieser Schau nicht wirklich weitergebracht, doch war es ein schönes Abschweifen und Erinnern.
Dieses Jahr haben die Bedlington-Leute ihr „Bedlington-Special“ am Vortag der eigentlichen Klubsiegerausstellung im Freigelände der Weststadthalle abgehalten. Wir probierten diese Variante der Schau das erste Mal.
Auf der einen Seite die Veranstaltung der offenen Schau mit den Bedlington-Terriern und auf der anderen Seite sollten die Vorbereitungen und Aufbauarbeiten zur Klubsieger-Schau, ohne die Veranstaltung der Bedlington-Leute zu stören.
Zum Special selbst werde ich mich nicht äußern, da dies sicher ausführlich in der Rassespalte der Bedligton-Terrier zu finden ist.
Nur so viel: Ich fand es prima, sehenswert und würde es sofort wieder tun! 
Am Vorabend der Schau traf man sich ab 19:00 Uhr im Pavillon des Alleehotels, um einen schönen Jubiläumsabend zu verbringen.

Nach einer kurzen allgemeiner Begrüßung der Gäste übergab ich das Wort an unseren 1. Vorsitzenden Torsten Himmrich.


Ihm oblag es, die Gäste persönlich zu begrüßen: unsere Ehrenvorsitzenden und -bis auf 2 Vorstandsmitglieder, die in Urlaub waren- die Vorstandskollegen, einige Ehrenmitglieder, die Richter der Klubsiegerausstellung,


den Vorsitzenden der Hundefreunde Bensheim, die unsere Schau seit 2004 mit Speisen und Getränken versorgen und dann eben die Mitglieder unserer Terrier-Familie.


Herr Himmrich nutzte diesen Anlass, um zwei sehr verdienten Mitgliedern unseres Vereins mit der höchsten Auszeichnung die unser Klub zu bieten hat, der Diefenbachmedaille, zu ehren:
Frau Frauke Korte und Frau Ilse Freerksen wurden für ihr Engagement als Züchter, Zuchtwarte, Richter und den in diesen Funktionen übernommenen zusätzlichen Ämtern, geehrt.




Die Würdigungen der Verdienste zu diesen Damen würden alleine mehrere Seiten dieses Berichtes füllen. Nochmals meinen herzlichen Glückwunsch!
Nach den Begrüßungsreden und den Ehrungen nahmen wir uns dann des Buffets an und genossen bei netten Gesprächen ein paar schöne Stunden im Kreise unserer Terrierfamilie.



Mit einem ziemlich mulmigen Gefühl fuhr ich im leichten Regen morgens zur Weststadthalle. Mit jedem Meter, den ich dem Gelände näher kam, ließ  zwar der Regen nach, doch der Himmel wurde nicht heller.
 


Da das Richten im Freibereich erst um 10:00 Uhr begann und der Himmel dann doch weniger dunkle Wolken zeigte, stieg auch meine Stimmung wieder.

Da wir zu einer Jubiläumsschau eingeladen haben und mit den Ausstellern auf die 120 Jahre anstoßen wollten, haben wir alle mit einem Piccolo versorgt.


Es war zwar nicht gekühlt, doch haben wir am Leergut gemerkt, dass die meisten der Piccolo-Fläschchen schon auf der Schau geköpft wurden. Anlässe hierzu gab es reichlich.



Kurz nach 10:00 Uhr begann auch das Programm für unsere Jüngsten. Hier ist es unserer Jugendbeauftragten, Frau Frauke Korte gelungen, mit Frau Bischoff, die uns schon vor 2 Jahren für unsere Jugend zu Seite stand, ein recht kurzweiliges und interessantes Program aufzustellen. Bei einem theoretischen Teil lernte man sich erst untereinander kennen, um dann in die Materie, „Vorführen des Hundes“  tief ins Detail zu gehen. Danach folgte der praktische Teil der Schulung. Damit die Kinder auch lernen, zu was man einen Hund auch noch begeistern kann und was man für Tricks mit ihm vollführen kann, führte unsere Obfrau für Hundesport, Frau Marion Runte, den Kids genau solche Tricks vor und zeigte Wege, wie man beginnt dem Hund die einzelnen Schritte beizubringen. Ich denke, dazu ist auf der Jugendseite noch einiges zu lesen. Bei den drei Damen möchte ich mich ganz herzlich für ihr Engagement mit den Kindern und Jugendlichen zu arbeiten, bedanken!
Dieses Jahr waren wir durch verschiedene Umstände gezwungen, einige Änderungen in der Rassenzuteilung, dem Beginn des Richtens und beim Aufteilen in der Halle und dem Freigelände, vorzunehmen. Im Nachhinein hat das ganze zu einem recht entspannten und harmonischen Ablauf der Schau geführt.
Als ab 10:00 Uhr das Richten in den restlichen Ringen begann, standen im Ring 4 schon die ersten Klubsieger fest. Trotz der unterschiedlichen Stimmungslagen, die gleichzeitig in der Halle und auch dem Freigelände herrschten, hatte ich immer das Gefühl, dass alles gut ist. In der Gruppe der Rasse, die gerade gerichtet wurde, herrschte eine natürliche Nervosität, wobei 3 Meter weiter eine andere Gruppe ganz entspannt einen Klubsiegertitel feierte. Hier spürte man die Blicke derer, die das Richten noch vor sich hatten. Am ausgeglichensten sind hier unsere Hunde, obwohl sie die erlebten Stimmungen ihrer Frauchen und Herrchen verarbeiten müssen.
Im Freibereich begann sich ab 13:00 Uhr der Himmel wieder zu verdunkeln und mit Regen zu drohen. Der erste kleine Schauer fiel gerade in einer Pause und der richtig ergiebige Regen fiel dann kurz nach dem letzten Hund, der im Freibereich gerichtet wurde. Dazu kann ich nur sagen „Gutes Timing“, oder aber auch „Glück gehabt“.
Ab etwa 15:00 begannen dann in der Halle die ersten Umbauarbeiten, was automatisch an den Trimmtischen der Aussteller den Aktivitätsmodus auslöste. Aus den Ringen 5 und 6 wurde der Ehrenring und im Ring 4 traf und sortierte man sich für den nächsten Wettbewerb.
Zu den einzelnen Wettbewerben im Ehrenring kann man stehen wie man will, es sind in jedem Fall Vorführungen die es verdienen, gesehen zu werden.











Sie verdienen es, auch zu diesem späteren Zeitpunkt einer Ausstellung, noch Publikum zu haben. Es ist ein Hauptteil einer Schau und für die Teilnehmer oft der Höhepunkt des Tages, bei dem sie mit Recht und Stolz ihren Hund zeigen.
Hier findet z.B. das Juniorhandling statt, bei dem sich die Kinder und Jugendlichen sehr viel Mühe geben, um hier alles richtig zu machen. Wenn wir ehrlich sind, lassen sie uns Erwachsene beim Vorführen der Hund oft recht alt aussehen.



Hervorheben möchte ich von diesen Wettbewerben nur den Veteranenwettbewerb.
Auf unseren Ausstellungen werden den ganzen Tag über fantastische Hunde gezeigt. Im Alter von 4 Monaten bis 8 Jahre, wobei man hier über 5 jährige Hunde schon eher selten sieht.
Erst ab 8 Jahre sehen wir sie dann wieder, unsere Veteranen, fast beleidigend dieser Titel, doch sehenswert. Mit unseren Veteranen zeigen wir den Kritikern der Rassehundezucht, dass es um unsere Rassehunde nicht schlecht steht. Es sind schöne, tolle, clevere und gesunde Hunde. 23 dieser Veteranen haben dieses Jahr den Veteranen-Klubsieger erhalten. Meinen Glückwunsch hierzu!
Dieses Jahr waren außer dem Japanischen- und dem Brasilianischen-Terrier alle weiteren KfT-betreuten Rassen vertreten. Von den 54 möglichen Jugendtiteln wurden 39 Terrier und weitere 50 Terrier in den Reifeklassen, mit dem KfT-Klubsieger bedacht.


Hier gratuliere ich allen Gewinnern ganz herzlich zu ihrem Erfolg. Alle Anderen möchte ich motivieren, es nächstes Jahr wieder zu versuchen.
Meinen herzlichen Glückwunsch auch an Jack Houben und Jürgen Göthel zum Best in Show mit „Heinerle von der hohen Flur“.


Es ist schon ein Wahnsinns-Erfolg, auf den 11 Schauen, die in Bensheim stattfanden, 6 Mal den BIS zu stellen und weitere 5 Mal unter den besten 3 zu stehen. Hut ab! Meinen Glückwunsch auch dem Zweitplatzierten Frau Claire Kasinowski mit ihrer Scottish-Hündin „Happy End du Moulin de Mac Gregor“



und Herrn Weser zum 3. Platz mit dem Sealyham-Rüden
„All About Aksel of Cesky Dream’s“.




Bedanken möchte ich mich noch bei all denen, die mitgeholfen haben, aus dieser Schau wieder eine schöne Ausstellung auf die Beine zu stellen und mit ihrer Hilfe den Klub aktiv unterstützt haben. Herzlichen Dank für diese nicht selbstverständliche Hilfe!

Ihr
Friedel Schmidt  

Hier kommen Sie zu einer umfangreichen Bildergalerie des Begrüßungsabends (Fotos: Mark Jungblut) und der Ausstellung (Fotos: Daria Kusch)

Hier können Sie sich die Ergebnisse der Klubsiegerausstellung 2014 als pdf herunter laden oder einfach nur anschauen!



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