Rassestandards

Australian Terrier

FCI-Standard Nr. 8 / 05. 09. 2013 / D

Übersetzung Frau Elke Peper; Überarbeitet und ergänzt durch Christina Bailey / Offizielle Originalsprache (EN), durch den VDH überprüft.
Ursprung Australien
Datum der Publikation des gültigen Originalstandards 08.10.2012
Verwendung Einer der kleinsten arbeitenden Terrier,  der als Helfer und Begleiter in schwierigen Zeiten und in unwegsamen Gelände gezüchtet wurde.
Klassifikation F.C.I. Gruppe 3 Terrier
Sektion 2 Niederläufige Terrier.
Ohne Arbeitsprüfung
Kurzer geschichtlicher Abriss Obwohl er aus britischen Vorfahren herausgezüchtet wurde, ist er doch eine der wenigen Rassen in der Terrier Gruppe, welche außerhalb von  Großbritannien entwickelt worden ist. Es ist auch die erste Rasse, die den Anspruch erheben kann, in Australien entwickelt worden zu sein. Es ist relativ sicher, dass beide, der Australian Silky Terrier und der Australian Terrier gemeinsame Vorfahren aus Tasmanien, New South Wales und Victoria hatten,  nämlich den Broken Coated Terrier (Stichelhaar Terrier). Man nimmt an, dass dieser Typ von Hund aus einer Mischung von britischen Rassen abstammt: dem Skye Terrier, dem Schottischen Terrier (Aberdeen) und dem Dandie Dinmont Terrier.
Zeitweilig wurde der Yorkshire Terrier eingekreuzt. Es ist überliefert, dass im frühen 19. Jahrhundert freie Siedler um Campbelltown und Ross in Tasmanien stichelhaarige Terrier mit einer glänzenden blauen Körperfarbe und lohfarbigen Abzeichen gezüchtet haben. Diese waren bekannt für ihre Tapferkeit als Wachhunde und sie wogen ungefähr 10 Pfund.
Allgemeines Erscheinungsbild Ein kräftiger, niedrig stehender Hund, ziemlich lang im Verhältnis zu seiner Schulterhöhe, mit ausgeprägtem Terriercharakter, aufgeweckt, aktiv, gesund und leistungsfähig. Sein ungetrimmtes, harsches Haarkleid mit deutlicher Krause rund um den Hals, die sich bis zum Brustbein ausdehnt, und sein langer, kräftiger Kopf unterstreichen sein kühnes, robustes Erscheinungsbild.
Verhalten / Charakter (Wesen) Der australische Terrier ist ursprünglich ein Arbeitsterrier, aufgrund seiner Treue und seines ausgeglichenen Wesens eignet er sich jedoch gleichermaßen zum Begleithund.

Beschreibung der physischen Rassemerkmale

Kopf
Oberkopf

Schädel

Lang, flach, von mäßiger Breite, zwischen den Augen gut ausgefüllt. Er ist von einem weichen Haarschopf bedeckt. 

Stopp

Leicht, jedoch deutlich.
Gesichtsschädel

Nasenschwamm

Schwarz und von gemäßigter Größe, wobei sich das Leder bis auf den Nasenrücken erstreckt.

Fang

Stark, kraftvoll und von gleicher Länge wie der Oberkopf. Der Fang muss kräftig sein und darf unter den Augen nicht abfallen. Sowohl die Länge als auch die Stärke des Fangs sind die grundlegenden Voraussetzungen für die Fähigkeit des Kiefers, kraftvoll zupacken zu können.

Lefzen

Glatt und straff anliegend, Ränder schwarz.

Kiefer/Zähne

Die Kiefer sind stark und fähig, zuzupacken; die Zähne sind groß und regelmäßig angeordnet; die oberen Schneidezähne greifen ohne Zwischenraum über die unteren (Scherengebiss).

Augen

Die Augen sollen klein und oval sein mit durchdringendem Ausdruck, von dunkelbrauner Farbe, weit voneinander eingesetzt und nicht vorstehend.

Ohren

Die Ohren sind klein, aufrecht und spitz und werden gut getragen; sie sind mäßig weit auseinander angesetzt, frei von langem Haar und sensibel und beweglich in ihrem Gebrauch.
(Welpen im Alter unter 6 Monaten sind hiervon ausgenommen.)
Hals Der Hals ist von guter Länge, leicht gebogen, stark und zeigt einen harmonischen Übergang zu den gut gelagerten Schultern.
Körper Lang im Verhältnis zur Schulterhöhe, kräftig gebaut. Bei der Beurteilung des Körpers muss dem am Anfang beschriebenen Merkmal «Ein kräftiger, niedrig stehender Hund, ziemlich lang im Verhältnis zu seiner Schulterhöhe» besonders Beobachtung geschenkt werden.

Rücken

Rückenlinie eben.

Lende

Kräftig.

Brust

Brustkorb von mäßiger Tiefe und Breite, mit gut gebogenen Rippen. Die Vorbrust ist gut entwickelt, die Brustbeingegend ist verhältnismäßig tief.
Rute Traditionell kupiert. Unabhängig davon, ob die Rute kupiert oder unkupiert ist, sollte sie hoch angesetzt sein und hoch, jedoch nicht über den Rücken gezogen getragen.
Gliedmaßen  
Vorderhand

Allgemeines

Die Vorderläufe sind starkknochig, gerade und, von vorn gesehen, parallel. Die Läufe sind bis hinunter zum Vordermittelfuß leicht befedert.

Vordermittelfuß

Kräftig; er steht keinesfalls schräg.

Vorderpfoten

Klein, rund und kompakt, mit guten Ballen. Zehen eng nebeneinander, mäßig gebogen, weder nach innen noch nach außen gedreht, mit kräftigen schwarzen oder dunklen Krallen.
Hinterhand Oberschenkel:
Kniegelenke: Sprunggelenke:

Allgemeines

Von mäßiger Länge, breit. Von hinten gesehen sollen die Läufe von den Sprunggelenken bis zu den Pfoten parallel sein und weder zu weit auseinander noch zu dicht beieinander stehen.

Oberschenkel

Stark und muskulös.

Kniegelenke

Gut gebogen.

Sprunggelenke

Gut gewinkelt und tief stehend.
Hinterpfoten Klein, rund und kompakt, mit guten Ballen. Zehen eng nebeneinander, mäßig gebogen, weder nach innen noch nach außen gedreht, mit kräftigen schwarzen oder dunklen Krallen.
Gangwerk Die Bewegung soll frei, geradlinig, federnd und energisch sein. Von vorn gesehen sollten sich die Vorderläufe geradlinig bewegen, wobei weder die Schultern noch die Ellenbogen oder die Vorderfußwurzeln lose sein sollen. Die Hinterhand muss Schub und Kraft zeigen bei freier Bewegung von Knie- und Sprunggelenken. Von hinten gesehen müssen die Läufe von den Sprunggelenken bis zum Boden parallel sein und weder zu eng noch zu breit laufen.
Haarkleid  

Haar

Das Körperhaar besteht aus harschem, glattem, dichtem Deckhaar von annähernd 6 cm Länge und kurzer Unterwolle von weicher Textur. Der Fang, der untere Teil der Läufe und die Pfoten sollen frei von jeglichem langen Haar sein.

Farbe

  1. Blau, stahlblau oder dunkelgraublau mit sattem Loh (nicht Sandfarbe) am Vorgesicht und an den Ohren, unter dem Körper, am unteren Teil der Läufe, an den Pfoten und rund um den After (Welpen sind davon ausgenommen). Je intensiver und je klarer abgegrenzt die Farbe ist, desto besser. Dunkle Schattierung ist ein Mangel. Der Schopf ist blau, silbern oder hat die Farbe des Kopfhaars in hellerer Schattierung.
  2. Klar sandfarben oder rot, wobei jegliche unsaubere oder dunkle Schattierungen ein Mangel sind, jedoch ist ein Topknot in hellerer Schattierung annehmbar.
In jeder Färbung sind weiße Abzeichen an der Brust und an den Pfoten zu bestrafen.
Größe und Gewicht

Widerristhöhe 

Die erwünschte Höhe beträgt am Widerrist annähernd 25 cm, bei Hündinnen etwas weniger.

Gewicht

Das erwünschte Gewicht beträgt bei Rüden annähernd 6,5 kg, bei Hündinnen etwas weniger.

Fehler

Jede Abweichung von den vorgenannten Punkten muss als Fehler angesehen werden, dessen Bewertung in genauem Verhältnis zum Grad der Abweichung stehen sollte und dessen Einfluss auf die Gesundheit und das Wohlbefinden des Hundes zu beachten ist.
Disqualifizierende Fehler

Aggressive oder übermäßig ängstliche Hunde

Hunde, die deutlich physische Abnormalitäten oder Verhaltensstörungen aufweisen, müssen disqualifiziert werden. 

N.B.

Rüden müssen zwei offensichtlich normal entwickelte Hoden aufweisen, die sich vollständig im Hodensack befinden.

Zur Zucht sollen ausschließlich funktional und klinisch gesunde, rassetypische Hunde verwendet werden.

Die letzten Änderungen sind in Fettschrift.







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