VDH Qualifikationen zur FCI WM Agility 2016

Bei den vorausgegangenen Qualifikationen in Lübbecke hatten sich 19 Small-Teams, 14 Medium-Teams und 38 Large-Teams die begehrten Finaltickets für die Qualifikationsläufe 5 und 6 und das Finale in den Dortmunder Westfalenhallen gesichert.
Für den KfT gingen Rainer Richartz mit Cairn Terrier Whoopie ("Camster  Cairn´s Wonderful Whoopie")  und ich, Barbara Lodde, mit Parson Russell Terrier Souki ("Inge vom Gelderland") an den Start.
In Halle 4 ging also der Wettkampf und die vier Tickets in jeder Größenklasse für die FCI Agility Weltmeisterschaft weiter.
Am Freitagmorgen wurde gemeldet, dabei mussten nicht nur die Leistungskarte, sondern auch die entsprechenden Nachweise und die Ahnentafel des Hundes abgegeben werden. Gestartet wurde dann mit der Parcourbegehung und den Läufen in der Größenklasse Large. In umgekehrter Reihenfolge zur Platzierung aus den Vorläufen starten die Sportler mit ihren Hunden im ersten A-Lauf. Es folgten die Läufe der Mediumstarter und dann endlich wurde der A-Lauf für die Small-Hunde gestellt. Richter Alexander Beitl baute einen Parcour nach den Plänen von Jörg Thenert. Mit einem guten Gefühl für den Parcour gingen Souki und ich als fünftletzte an den Start und konnten diesen Lauf mit einem guten 3. Platz abschließen.



Nach einer Pause folgte der Jumping, die Anspannung war nun groß, denn wenn wir auch diesen Parcour ohne Fehler absolvieren würden, könnten wir wichtige Punkte in der Kombinationswertung sammeln. Und das Glück war auf unserer Seite, mit einem tollen 2. Platz schafften wir auch diesen Parcour und belegten somit in der Kombiwertung des Tages den 2. Platz. Damit rutschten Souki und ich in der Gesamtwertung auf Platz 2 vor.



Am Samstag dann verließ uns dann das Glück ein wenig. Die Richter wechselten, die Parcours wurden noch komplexer und zwei Führfehler meinerseits führten zu Disqualifikationen in beiden Läufen. In der Gesamtwertung wurden die Karten für die Small-Hunde neu gemischt und wir büßten einen Platz ein und belegten nun Platz 3. Damit war klar, dass wir am Sonntag noch einmal alles geben mussten, um einen Platz in der Nationalmannschaft zu ergattern.
Am Sonntagmorgen herrschte Hochspannung in der Halle. Beginnen sollten diesmal die Smallhunde und es wurde richtig ernst. Jetzt waren Sicherheit und Nervenstärke gefragt und so zwang ich mich zur Ruhe, um den kleinen, flitzenden Terrier sicher durch den A-Lauf zu führen.
Nach der Parcourbegehung war ich sicher, dass Souki diesen Parcour bewältigen kann, wenn ich schnell genug an den richtigen Stellen bin. Starter für Starter durchlief den Parcour, bis wir schließlich als drittletzte an den Start gingen. Und tatsächlich passte in diesem Lauf einfach alles zusammen. Am Ende stand fest, dass wir sogar gewonnen hatten und somit wichtige Punkte sammeln konnten.



Im folgenden Jumping stimmte am Mittag die Abstimmung zwischen Souki und mir leider gar nicht mehr und wir liefen in die Disqualifikation. Ich war schon jetzt unglaublich stolz auf meinen kleinen Parson und so warteten wir auf die letzte Siegerehrung und die Verkündung der Teams für die Nationalmannschaft.
Die Starter aller Größenklassen versammelten sich auf dem Kunstrasen hinter den Podesten und die Spannung stieg immer mehr. Begonnen wurde mit der Verkündung des ersten Platzes und ich hatte bis dahin das Gefühl, dass es für einen Teamplatz knapp gereicht haben müsste.
Was dann folgte, ist für mich noch heute unglaublich. Souki und ich haben in der Gesamtrangfolge Platz 2 belegt und sind somit ein Teil der Deutschen Agility-Nationalmannschaft geworden. Wir fahren  im September zur FCI Agility WM nach Zaragoza in Spanien und dürfen gemeinsam mit Tobias Wüst, Bozena Plassmann und Hinky Nickels Deutschland in den Mannschaftsläufen vertreten und darüber hinaus auch im Einzel starten. Begleiten wird uns ein tolles Team der Large- und Medium-Hunde.
Dortmund war und ist immer etwas ganz Besonderes und zum dritten Mal in Folge dabei sein zu können, verdanke ich meinem Trainer, meinem Verein KfT OG Dorsten `90, dem KfT und vielen, lieben Menschen, die uns in diesem Sport begleiten und unterstützen. Dass in diesem Jahr auch ein kleiner, lauter Parson Russell Terrier zur Agility WM und zur European Open nach Frankreich fahren darf, macht 2016 zu einem ganz besonderen Jahr.

Barbara Lodde mit Souki.

alle Fotos: Guido Küster / www.agility-russell.de

Herzlichen Glückwunsch an alle Sieger und Platzierten
Ich wünsche Barbara mit Souki  und unserer Agility Nationalmannschaft viel Erfolg und viel Spaß in Spanien.  

Glaube an das Unmögliche und das Unmögliche wird wahr!
(Ralph Krüger)
 M. Runte




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